Metatechniken von Mini-LARPs

Im folgenden Artikel geht es um die Meta Techniken, die man im Mini LARP anwenden kann. Dafür folgendes Schaubild:

Techniken[Entstanden Mini-LARP Workshop 9.-12.Mai 2013 Burg Waldmannshausen]

Ausführliche Beschreibung der Metatechniken

Ars Amandi – Methode um Sex und Intimitätin LARPs zu simulieren. Dabei wird viel mit Augenkontakt und weniger mit Köperkontakt gearbeitet. (Beispiel: ‚Mellan himmel och hav‘ von Emma Wieslander)

Ars Ordo – Methode um Statuskonflikte ohne Köperkontakt oder Stagefight lösen. Zwei Spieler gucken sich so lange an, bis einer der Beiden den Augenkontakt abbricht. Dadurch akzeptiert er die überlegenheit des anderen. Steigerung durch bedrohliches Gucken, Schreien, Schimpfen und Umhergehen.

Ball of Yarn– Methode vor dem Spiel, um Spielern zu helfen sich in die Rolle und verschiedenen Beziehungen hineinzuversetzen. Dabei wird ein Wollknäuel von einem Teilnehmer zum anderen geworfen. Der Werfende erzlt dann, welche Beziehung er zur fangenden Person hat.

Black Box– ist ein Raum um während des Spiels Szenen darzustellen, die nicht in das ‚Hier und jetzt‘ des Spiels passen, wie z.B. Flashbacks. Wird auch genutzt, um Mini-LARPs mit möglichst wenig Requisiten zu spielen. Dabei kann der Raum in verschiedene andere Räume eingeteilt werden und mit Lampen wird der Raum beschienen in dem gespielt wird.

Cut Scene– Szene die das Spiel unterbricht, um beispielsweise Träume, Monologe oder Flashbacks darzustellen.

Debriefing– ist die strukturierte Unterhaltung ber das gerade beendete Spiel. Mögliche Themen: ‚Was wirklich passiert ist‘, ‚Kritik und Evaluation‘ oder ‚De-roling‘.

De-Roling ist die Reflexion ber besonders emotional schwierige Szenen nach einem Spiel.

Dream Scene– Darstellung eines Traums während des Spiels. Dies kann unterbrochen werden, muss es aber nicht. Ein Traum kann gut in einer Blackbox gespielt werden.

Fate– aufgetragene Instruktion ährend des Spiels, die leicht umsetzbar ist z.B. von einem Geist oder anderen Akteuren. Diese flüstern einzelnen Spielern Wünsche zu, die das Spiel bereichern.

Flashback– Szenen die in der Vergangenheit spielen. Dabei können einzelne oder mehrere Spieler eine Szene darstellen die weiter zurckliegt. Bei einer Familie z.B. der erste Schultag des Sohns oder der Hochzeitstag. –> z.B. in der Blackbox

Flashforward– Szenen die die mündliche Zukunft zeigen –> z.B. in der Blackbox

Focus Scene– Alle unterbrechen ihr Spiel, um sich auf eine Szene mit wenigen Spielern zu konzentrieren.

Ghosts– Interargieren mit einzeln mit Spielern und sind dabei fr die anderen unsichtbar. Sie können Dinge einflstern oder ganze Unterhaltungen mit ihnen fhren.

Honor System- Das Spiel sollte auf Gemeinschaftssinn, Vertrauen und Ehre basieren (weniger auf viele Regeln und Autorität).

The Liquor on the Table– Methode um Spielern, ohne das Spiel zu unterbrechen, einzugeben, dass ihr Spiel intensiver werden sollte.Wenn eine Gruppe beispielsweise am Tisch sitzt und trinkt und ein Schatten oder Spielleiter eine Flasche Rum auf den Tisch stellt, dann sollten die Spieler betrunkener werden.

Monolog– wird vom Spieler zum Teil oder ganz außerhalb des eigentlichen Spiels gehalten, um anderen Spielern Einsicht in die Gedanken eines Spielers zu geben. Dies eröffnet neues Spiel, da die anderen Charaktere besser auf die Person eingehen können.

Person Within– ist ein im Vorhinein oder fr andere Spiele ausgedachter oder aus z.B. Filmen bernommener Charakter, der nichts mit dem aktuellen Spiel zu tun hat. Dieser dient dazu Lcken die im Charakter des aktuellen Spiels vorhanden sind auszufllen, um zu vermeiden persönliche Charaktereigenschaften ins Spiel zu bringen

Playing to Lose– Methode um das Spiel schöner/besser zu machen. Dafr wird auch das Verlieren im Spiel in Kauf genommen, wenn es dem Spiel dient.

Pre-game Workshop– Workshop zur Vorbereitung des Charakters, der Geschichte o.ä.des Spiels.

Pre-written characters– Charaktere die vorab von den Organisatoren des Spiels geschrieben wurden und dann den Spielern ausgehändigt werden.

Safewords– Allgemein bekannte Wörter die dafür sorgen das Spiel möglichst sicher und kontrolliert ablaufen zu lassen (Stop, Time in, Cut).

Scene Change– Methode um Ort und Zeit im Spiel zu wechseln.

Shadows– Ein Schatten der den Spieler während des Spiels verfolgt und mit ihm im Spiel oder auf der Metaebene interagiert. Er kann dem Spieler ins Gewissen reden oder eine Stimme in seinem Kopf sein. Der Schatten existiert nicht fr die anderen Spieler.

Slow Landing– Methode um Spiel langsam zu beenden (z.B. mit Musik) oder einem Monolog der Spielleitung. Das bietet Zeit für die Spieler um das Spiel zu reflektieren und aus den Rollen zu schlpfen.

Slow take-off– Methode um den Spielern den Einstieg ins Spiel zu erleichtern.Das kann mit Flashbacks geschehen, während denen die Vergangenheit der Charaktere beleuchtet wird oder mit medialem Input.

Soundtrack– Kann genutzt werden um das Spiel zu beginnen und/oder zu beenden.

Sudden end– Direktes Beenden des Spiels durch ein Signal.

Third Person Principle– Methode um nach dem Spiel besser wieder in die Realitätzu finden. Man spricht von seinem Charakter und nicht von sich selbst.

Time Jump– Methode um Handlungen zu berspringen ohne sie zu spielen.

[Original: http://nordiclarp.org/wiki/Category:Techniques/frei übersetzt von Johanna B.]

 

 

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